In Gesprächen mit meinen Kundinnen und Kunden höre ich derzeit immer wieder das Gleiche: Die Kalender sind voll – oft bis auf die letzte Minute. Jour fixe, Dailys, One-on-Ones, Projektmeetings … und die Liste ließe sich problemlos fortsetzen.
Viele Führungskräfte berichten mir, dass sie nach einem Tag voller Meetings erst am späten Nachmittag dazu kommen, ihre eigentliche Arbeit zu erledigen. Vielleicht kennen Sie das auch? Seit der Zunahme digitaler Meetings hat sich diese Entwicklung noch einmal deutlich verstärkt.
Dabei lohnt sich ein kurzer Perspektivwechsel: Arbeitszeit ist Lebenszeit. Und mit dieser sollten wir bewusst und wertschätzend umgehen. Eine einfache, aber wirkungsvolle Frage lautet daher: Braucht es dieses Meeting wirklich – oder wäre eine E-Mail ausreichend?
Wie können Sie also wieder mehr Ergebnisorientierung in Ihren Arbeitsalltag bringen und gleichzeitig die Meeting-Flut reduzieren? Hier drei Impulse für Sie:
- Klarheit vor dem Meeting schaffen
Bevor Sie ein Meeting ansetzen oder daran teilnehmen, stellen Sie sich zwei zentrale Fragen:
Wozu treffen wir uns konkret? Und: Was soll am Ende anders sein als vorher?
Diese Klarheit sorgt für mehr Fokus, weniger Abschweifungen und schnellere Entscheidungen. - Meetings aktiv führen und strukturieren
Gute Meetings brauchen Führung. Klare Moderation, strukturierte Abläufe und passende Methoden helfen dabei, Diskussionen effizient zu gestalten. So vermeiden Sie endlose Wortbeiträge und behalten die Zeit im Blick. - Verbindlichkeit am Ende sichern
Ein Meeting ist erst dann wirklich erfolgreich, wenn Klarheit über die nächsten Schritte besteht. Wer übernimmt welche Aufgabe – und bis wann?
Klare Verantwortlichkeiten und konkrete Deadlines sorgen dafür, dass Ergebnisse tatsächlich umgesetzt werden.
Extra-Impuls für Ihren Alltag:
Planen Sie bewusst kleine Pausen zwischen Ihren Meetings ein. Viele Tools wie Outlook bieten die Möglichkeit, Termine automatisch etwas zu verkürzen – beispielsweise um 5 Minuten bei kurzen und 10 Minuten bei längeren Meetings. Diese Puffer schaffen Raum zum Durchatmen, Reflektieren und Vorbereiten.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Zeit wieder stärker selbst gestalten und Meetings zu dem machen, was sie sein sollten: ein kraftvolles Instrument für Klarheit, Entscheidungen und Fortschritt.
